Borkener Zeitung, 10. August 2009
Heiden (mge). Das Wichtigste haben sie noch vor sich, die St.-Georgius-Schützen: Heute wird sich entscheiden, wer neuer Schützenkönig in Heiden wird. Begonnen hatte das traditionsreiChe Fest am Samstag mlt einem Gottesdienst mit dem Pfarr-Cäcilienchor und der Kranzniederlegung am Ehrenmal, die vom Männergesangverein Concordia musikalisch begleitet wurde. "Wir brauchen diese Traditionen wie auch die Orte des Gedenkens" , betonte Präsident Werner Holdschlag vor der Totenehrung.
Geschehenes dürfe nicht vergessen, aber auch nicht verherrlicht werden. "Viele Witwen und Waisen kÖnnen kein Grab besuchen, dafür ist hier der Ort, die Erinnerung aufrecht zu erhalten", so der Präsident. Der Krieg sei ein ferner, aber nicht abgeschlossener Teil der deutschen Geschichte.

Traditionsreich begann das Schützenfest mit der Kranzniederlegung. Foto: mge
Deshalb sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und Menschen vor Gewalt und Terror zu schützen. Nachdem er die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen Schützen verlesen hatte, legte Holdschlag den Kranz nieder.
Zur Tradition des Schützenfestes gehört der Zapfenstreich im Park, vorbildlich vorgetragen vom Spielmannszug Heiden und der Heidener Musikkapelle. Und wie immer wurde diese Feier von zahlreichen Heidenern und Gästen mit Beifall aufgenommen. Oberst Josef Brune und Major Uwe Möllmann führten das Bataillon anschließend zum Festzelt.
Ihre letzten großen Auftritte hatte am Sonntag das noch amtierende Königspaar Wolfgang Schlüter und Susanne Probst-Tobias. Der abendliche Festball sollte noch einmal ein Höhepunkt ihrer Regentschaft werden. Heute wird es im Elschatt ein spannendes Ringen um die Königswürde geben. Dem Vernehmen nach, haben bereits mehrere Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen.