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St. Georgius

Heiden

 
Borkener Zeitung, 12. August 2008


Das Königspaar Susanne Probst-Tobias und Wolfgang Schlüter, flankiert vom Ehrenkönigspaar (links), dem Präsidenten und Offizieren. Fotos: Konert

Wolfgang Schlüter regiert die Schützen

Vogel steckte 246 Schuss weg und fiel / Königin ist Susanne Probst-Tobias

Heiden (hhk). Wie heißt der Nachfolger von Thomas Dirks? Um 13.45 Uhr konnte die Frage im lauschigen Elschatt-Wäldchen klar beantwortet werden. Der neue König der St.-Georgius- Schützen Heiden heißt Wolfgang Schlüter. An der Seite des 47-Jährigen regiert als Königin Susanne Probst-Tobias (50).

Der Vogel, den Benedikt Kemper aus Fichte-Tanne gebaut hatte, steckte 246 Schuss weg. Dann fiel er von der Stange. "Wir hatten es beide vor", verriet ein strahlender König, der seinem Mitbewerber Siegfried Lukes das Nachsehen gab, "wir kennen uns schon seit vielen Jahren." Lukes und Marlene Knüwer bilden das Ehrenkönigspaar.


Freute sich riesig: Wolfgang Schlüter auf den Schultern

Präsident Werner Holdschlag (43) gehörte mit einem Glas Sekt für die Majestäten zu den ersten Gratulanten. Nur Positives gewann der Präsident dem Verlauf des Festes ab. "Das Wetter hat mitgespielt", sagte Holdschlag, der im neunten Amtsjahr ist. Besonders gefreut hat er sich darüber, dass der junge Festausschuss "einen guten Job gemacht" hat, dass das Fest in Heiden von der Kreispolizeibehörde als "unauffällig" eingestuft wird, die Bodenständigkeit im Verein gelebt wird, und am Sonntagabend "schon sehr früh" im Zelt eine tolle Stimmung herrschte. Blau-weiße Fähnchen halfen dabei. "Wir bedienen das Gefühl der Heidener", so der Präsident.

Viele Wege führen zur Vogelstange. Aber nur an einem sprießen die neuen Kaiserlinden. Diesen Weg zwischen Bauhof und Feuerwehr nutzen die Schützen erstmals. Dort angekommen, reichte Alex Birnbaum die Gewehre bei der kaum zu toppenden Atmosphäre im Wald.

Mit dem zwölften Schuss fiel das Zepter. Daniel Albersmann war der Schütze. Wolfgang Schlüter verbuchte mit dem 176. Schuss die Krone, Olaf Randermann traf den Reichsapfel. Mit dem linken Flügel begnügte sich Armin Freiberger. Björn Diekhoff schoss den rechten ab. Eine Feuerpause legten die Schützen von 12.30 Uhr bis 12.50 Uhr ein. Ihren Spaß hatten Bürgermeister Heiner Buß und sein Allgemeiner Vertreter Bernd Schmidt in der Endphase. Genau ins Schwarze traf Buß mit seiner Schätzung "Noch fünf Schuss". Mit sieben Schuss lag Schmidt knapp daneben.

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