Borkener Zeitung, 12. August 2009

Wozu Gelbe Säcke doch gut sind: Die Spielleute schützten sie vor den letzten Regentropfen. Fotos: Jünck
Heiden (jü). Die Heidener verstehen es zu feiern. Nach den rauschenden Schützenfesttagen ist in der Gemeinde noch lange nicht Schluss mit lustig. Noch eins drauf setzen die Junggesellen beim Dullen Dienstag. Den Tag nach dem offiziellen Ende des Schützenfestes haben die jungen Männer für sich gebucht.

Freude war angesagt in Heiden.
Beim Schuhwerfen im Vogelpark ging es hoch her. Dem einen oder anderen jungen Werfer versagte wegen der langen Festtage schon mal die Stimme, aber nicht die zielsichere Hand. Einen ausgelatschten Treter nach dem nächsten feuerte das Jungvolk gegen die Stange, lustig kommentiert von umstehenden Gästen und Mitstreitern. „Na, heute noch kein Zielwasser getrunken?“, amüsierte sich ein Zuschauer über die mitunter flach fliegenden Schlappen.

Und weg mit den Tretern...
Die jüngsten Gäste hatten derweil ein einträgliches Geschäft. Schuhe, die über eine Leine flogen, mussten die Besitzer gegen Bares auslösen. Während Mitglieder der Musikkapelle und des Spielmannszuges flotte Lieder aufspielten, herrschte Gaudi pur bei den Heidenern. Lachend und singend lagen sie sich in den Armen. Wie beim offiziellen Vogelschießen heißt es auch beim Schuhwerfen: Wer dem Vogel den Garaus macht, der wird König. Klar, dass sich die Heidener mächtig ins Zeug legten, um den Gaudithron 2009 zu stellen. Unter den lauten Anfeuerungsrufen traf Sebastian Kruse den Besenstil und erkor sich damit die Königswürde. Seine Königin heißt Kai Kipp. Ehrenkönig ist Carsten Hüning. Ehrendame Eric Thesing. In schrillem Outfit und frisch frisiert gab sich das Quartett beim Zug durch die Straßen dann die Ehre.