Borkener Zeitung, 17. August 2005
Heiden(jü). Mit den flotten Rhythmen des Spielmannszugs zogen rund
80 Heidener Junggesellen gestern zum Vogelpark. Die gespannt wartenden
Zuschauer hatten es sich derweil auf Decken, Stühlen und Bänken bequem
eingerichtet. Und begrüßten die jungen Leute mit viel Applaus.
Schrille Klamotten gehören zum "Dullen Dienstag" traditionell dazu. Mit schwarzen Perücken gut behütet, dazu Tiger- oder Kuhfelle als Beinkleider, präparierten die jungen Heidener gutgelaunt die Vogelstange. "Unser Dorf, unser Fest, unser Tag, unser Stolz, unser Dullendienstag" war denn auf ihren T- Shirts zu lesen. Alle Ehre machten die Junggesellen ihrem Wahlspruch. Ein munteres Tänzchen legten die Männer aufs Parkett, pardon, den Rasen. Wobei Mann mit Mann zur Gaudi des Publikums in buntem Reigen tanzte. Dann wurde das bunte Federvieh in die Höhe gehievt.
Die jungen Männer nahmen den Vogel sogleich ins Visier. Mit ihren Schuhen " man sah unter anderem auch damenhafte Flip- Flops durch die Lüfte fliegen " zielten die Junggesellen auf das gut präparierte Federvieh. "Die Wurfbahn ändert sich durch die Hacke des Schuhs", berichtete ein Zuschauer mit Fachkenntnis. Anders als beim Ball erschwere es dies, den Vogel zu treffen.

Die Wurfbahn dagegen richtig berechnet hat André Willing. Groß war der
Jubel, als der Vogel seinen Geist aufgab und gen Wiesenboden segelte. Zur
Mitregentin wählte der frischgebackene König Christoph Temminghoff.
Feuchtfröhlich ging das Spektakel schließlich im Ortskern weiter. Schrill in Maske gesetzt wurden die bunten Paradiesvögel. In schrägem Outfit zog die muntere Karawane durchs Dorf. Bis in die frühen Morgenstunden amüsierten sich die jungen Menschen.