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St. Georgius

Heiden

 

Neuanfang mit Johann Wiesmann

In den Folgejahren fand wegen der Kriegswirren kein Schützenfest statt. Erst im Jahre 1949 genehmigten die Alliierten das erste Schützenfest. In diesem Zusammenhang mussten entsprechende Satzungsänderungen von den Alliierten genehmigt werden, außerdem fanden auch Neuwahlen zum Vorstand statt. In einer Versammlung vom 27. Juni 1948 wurde Johann Wiesmann erneut Präsident des Vereins und trat damit seine zweite Regierungsperiode mit einer Unterbrechung von 15 Jahren an. Mit ihm bildeten Bernhard Bülten, Stellvertreter, Bernhard Nienhaus, Schriftführer, Bernhard Kemper, Stellvertreter, Heinrich Böckenberg, Kassierer, Johann Klostermann, Stellvertreter, den Vorstand.

In dieser Versammlung kam man überein, im Jahre 1948 kein Schützenfest zu feiern, da dies wegen der angespannten finanziellen Situation des Vereins nicht finanzierbar war.


Vorstand und Festausschuss beim Umzug auf der Rekener Straße
im Jahre 1950


Amtmann Letsch, eingerahmt von Johann Wiesmann
und Heinricj Böckenberg


Vikar Hanisch, Amtsmann Letsch und Peter Hogfeld mitz den Majestäten
Josef Benning und Hedwig Hendricks im Jahre 1949

Am 24. Februar 1949  erhielt der Schützenverein die Genehmigung, im selben Jahre das Schützenfest zu feiern. Die erste Königswürde nach dem Kriege errang Josef Benning, und er erkor sich Hedwig Hendricks zur Königin. da zu diesem Zeitpunkt Schusswaffen von den Alliierten noch nicht erlaubt wurden, griff man auf ein älteres Schießgerät, nämlich die Armbrust, zurück.


Gedränge beim Armbrustschießen im Jahre 1949 (1)


Gedränge beim Armbrustschießen im Jahre 1949 (2)


Pastor Kuhlmann schreitet die Front ab

Wie aus einem Bericht zum Schützenfest 1950 aus den Akten des Vereins zu entnehmen ist, wurde in den  frühen Morgenstunden des 15. August 1950 die alte Vereinsfahne von unbekannten Tätern entwendet. Sämtliche Nachforschungen blieben ohne Erfolg. Die gestohlene Fahne wurde im Herbst des gleichen Jahres in einem Rübenfeld durch Wilhelm Temminghoff aufgefunden. Ihr Zustand war allerdings so desolat, dass sie nicht mehr verwendet werden konnte. Aufgrund des Verlustes wurde in der Generalversammlung des Jahres 1951 beschlossen, eine neue Fahne für den Verein anzuschaffen. Diese Fahne wurde seinerzeit der 2. Kompanie zugeteilt.


Vereinsfahnen (1)


Vereinsfahnen (2)


Eindrücke aus den frühen 50er Jahren (1)


Eindrücke aus den frühen 50er Jahren (2)


Eindrücke aus den frühen 50er Jahren (3)


Eindrücke aus den frühen 50er Jahren (4)


Im zweiten Jahr ihrer Regentschaft, Hans Temminghoff und
Ferdinande Böckenberg, im Hintergrund der langjährige Vogel-
träger Gerhard Siems


Bei der Parade auf dem Hofe Temminghoff im Jahre 1952

Quelle: Tradition und Gemeinschaft, 375 Jahre Schützenwesen in Heiden
Allgemeiner Bürgerschützenverein "St. Georgius" e.V. Heiden/Westfalen 1988

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