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St. Georgius

Heiden

 

Der Schützenverein St. Georgius Heiden in der Presse

 

 

Feiern, was die Kondition hergibt

Dullen Dienstag: Zähes Ringen an Vogelstange / Gaudi lockte zahlreiche Zuschauer an

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Party pur: "Atouba" (Simon Sanders) und "Mumu" (Maik Murach) regieren die Junggesellenschuetzen in Heiden. (Fotos: Eggert)

HEIDEN. (geg). Dullen Dienstag, 15 Uhr. Im Dorfkern herrscht emsige Geschäftigkeit, um die „gute Stube“ zur großen Partymeile werden zu lassen. Die Junggesellen marschieren mit musikalischer Begleitung von Spielmannszug und Musikkapelle zum Vogelschießen auf die Wiese am Pfarrheim. Dort haben sich schon zahlreiche Zuschauer mit reichlich Proviant in flüssiger und fester Form ein Plätzchen gesichert.

In diesem Jahr musste die Veranstaltung verlegt werden, da der Vogelpark neu gestaltet wird. Lag´s daran oder konnten die Teilnehmer einfach nicht richtig zeilen? Der Vogel zeigte den Junggesellen ordentlich den viel zitierten Vogel. Viermal wurde er angesägt, schließlich sogar die Stange gekürzt, die Ziellinie nach vorne geschoben. Es nützte nichts, der Vogel wollte nicht fallen.

Erst um 17.45 Uhr, nachdem Tischler Franz Kleine-Vorholt selber nochmal die Säge in die Hand nahm, und einige Herren älteren Semesters drohten, ihre Schuhe auszuziehen um den Anwesenden zu zeigen wie man trifft, kapitulierte das hölzerne Federvieh.

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Ziemlich hartnäckig: Viermal wurde der Vogel angesägt.. (Fotos: Eggert)

„Atouba“ (Simon Sanders) war es, der den finalen Treffer setzte. Das bedeutete dann auch für „Mumu“ (Maik Murach) den Anfang einer neuen „Identität“. Als Königin wurde „Mumu“ die Frau an „Atoubas“ Seite. Ihnen zur Seite stehen „Baumi“ (Philip Baumeister) und „Verygay“ (Bernd Oenning).

Dann hieß es auch schon für die Zaungäste: In Deckung gehen. Denn literweise regneten etliche Bierduschen auf das umjubelte Königspaar herab.

Dullen Dienstag in Heiden: Das bedeutet seit 48 Jahren ausgelassenes Feiern, Fröhlichkeit und eine Riesengaudi für die, die nicht akzeptieren mögen, dass das Schützenfest zu Ende ist. Noch einmal drehte das Dorf am Abend voll auf und feierte, was die Kondition nach vier Tagen noch hergab. Der Ort verwandelte sich in einen riesigen Biergarten, bei dem das Fest mit dem ausgelassenen Umzug des Gaudi- Throns beginnt. Mit der Königskutsche, ein von einem Trecker gezogener Leiterwagen, fuhren die „dullen“ Majestäten in den Dorfkern, um dort Konfetti, Stroh und Papierrosetten auf die Zaungäste herabregnen zu lassen.

17. August 2011 | Quelle: Borkener Zeitung (Heiden)

 

 

Erfüllt sich einen Traum: Hans-Jürgen Hülsdünker

267. Schuss bringt die Königswürde / Mitregentin: Simone Kötters

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Die Throngemeinschaft des Bürger-Schützenvereins St. Georgius: König Hans-Jürgen Hülsdünker und seine Mitregentin Simone Kötters mit dem Ehrenkönigspaar Thorsten Gandras und Jana Voth.
(Fotos: Printing)

HEIDEN (kp). 13.55 Uhr - Applaus und Jubel erschallen an der Vogelstange im Elschatt. Soeben hatte Hans-Jürgen (Hansi) Hülsdünker nach spannendem Wettstreit den Vogel abgeschossen und damit seine größten Konkurrenten um die Königswürde - Thorsten Gandras, Giuseppe Farucci und David Albersmann - ausgestochen.

Minutenlang wurde der 39-jährige Raumausstatter von den Heidener Bürgerschützen, dem Vorstand, von Kegelbrüdern und Gästen umarmt und beglückwünscht.

„Mit dem Abschuss habe ich mir einen Traum erfüllt“, erklärte der Heidener. Passend zum 25-jährigen Jubiläum seines Kegelclubs „Einer steht immer“ hätten er und sein Kegelbruder Thorsten Gandras sich bereits vor einem halben Jahr dazu entschlossen, den Schuss auf das hölzerne Vogelvieh zu wagen. „Und es hat geklappt“, freute sich Hülsdünker.

Aber auch Thorsten Gandras stand die Freude darüber ins Gesicht geschrieben, dass sein Kegelbruder den Sieg errungen hatte. Als Ehrenkönig wird er zusammen mit Jana Voth nun „Hansi“ Hülsdünker und seine Königin Simone Kötters ein Jahr beim Regieren der Schützen helfend zur Seite stehen.

Insgesamt 267 Schüsse prasselten auf den zum Schluss arg zerrupften Holzvogel, bis seine Überreste kurz vor 14 Uhr herunterfielen. Zahlreiche Schaulustige hatten sich gestern im Elschatt versammelt, um zu sehen, wer Nachfolger von König Uli Schmelting wird.

Sie erlebten ein interessantes Schießen mit guter Beteiligung. Die Königsanwärter ließen die Flinte nicht kalt werden. Span um Span löste sich, und früh waren die Insignien verteilt.

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Geschafft: Hans-Jürgen Hülsdünker (rechts), hier mit Thorsten Gandras, traf ins Schwarze.

Das Zepter hatte sich Norbert Albersmann, die Krone Uwe Heller, den linken Flügel Dietmar Rudde, den rechten Flügel Bernd Lohaus, den Schwanz Jürgen Rohring und den Reichsapfel Pastor Peter Schneiders nach wenigen Schüssen gesichert.

Aber erst nach mehr als zwei Stunden fiel endlich das letzte Stück Holz von der Stange - der Startschuss für eine lange Partynacht mit dem neuen Königspaar.

16. August 2011 | Quelle: Borkener Zeitung (Heiden)

 

 

Zapfenstreich im Schein der Fackeln

St.-Georgius-Bürgerschützen ermitteln heute ihren neuen König

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Spielmannszug und Musikkapelle intonierten nach der Kranzniederlegung den Zapfenstreich. (Foto: mge)

HEIDEN. (mge). Sollte es in ganz Heiden irgendjemanden gegeben haben, der es noch nicht wusste, dem sagten Böllerschüsse am Samstag um 18 Uhr, dass hier ein besonderer Zustand erreicht war: Das Schützenfest. Kurz darauf versammelten sich Offiziere, Vorstand, Festausschuss und Schützen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins St. Georgius, um zum Gottesdienst zu marschieren. Die nächste Station war am Ehrenmal. Hier sagte Präsident Werner Holdschlag beim Totengedenken: „Die Toten bleiben für immer in Erinnerung. Diese Erinnerung ist zur lebendigen Kultur geworden und gibt uns mit auf den Weg, dass wir füreinander da sein sollen.“ Zu Ehren der Verstorbenen legte er einen Kranz nieder.

Nächster Punkt im Programm an anderem Platz war der Zapfenstreich. Den intonierten der Spielmannszug und die Musikkapelle diesmal im Fackelschein der Feuerwehrleute sehr stimmungsvoll auf dem Rathausplatz. Der Tanzabend im Zelt beendete den Eröffnungsteil des Festes.


Oberst Josef Brune und Major Uwe Möllmann kommandierten am gestrigen Sonntag das Bataillon zu Ehren der amtierenden Majestäten, König Uli Schmelting und Königin Monika Schlattmann sowie des Ehrenpaares Reinhard Marks und Beatrix Harke. Auf dem Programm standen diesmal die Parade, der Umzug und schließlich der Festball im Zelt, bei dem Thron und Schützen alles gaben.

Das sollten auch die Bewerber heute an der Vogelstange tun. Denn dort wird der neue König in einem hoffentlich spannenden Kampf ermittelt.

15. August 2011 | Quelle: Borkener Zeitung (Heiden)

 

 

Das Silberkönigspaar

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König und Königin vor 25 Jahren: Benedikt Kemper und Karin Derijck, geborene Albersmann. Sie marschieren heute Abend als Silberpaar beim Vorstand mit (Foto: Konert)

1986: Die Regenten heißen Benedikt Kemmper und Karin Albersmann

Von Hubert Konert

HEIDEN. Ein Montag im Jahr 1986. Es ist der 11. August. Es ist 13.24 Uhr, und Benedikt Kemper (27) reißt im Elschatt die Arme hoch. Mit dem 274. Schuss ist der Vogel gefallen. Karin Albersmann (20) wird Königin. Das Paar regiert ein Jahr lang den Allgemeinen Bürger-Schützenverein „St. Georgius“. An diesem Wochenende sind sie das Silberkönigspaar.

„Wir waren nach der Feuerpause die beiden letzten, die schossen“, erzählt Benedikt Kemper und sieht Ludger Derijck an. Der nickt. Eigentlich hat Kemper damals vor 25 Jahren Ludger Derijck „nur beim Losschießen helfen“ wollen. Beide waren langjährige Offiziere. Sie kannten sich gut und den ganzen Betrieb.

Beide Männer gaben jeweils rund 80 Schüsse ab. Dann fiel der Vogel, den der Vater Kempers gebaut hatte. „Die Gratulationstour war anstrengend“, lacht Kemper. Einige meinten, sie müssten mir die Hand „rauf und runter schütteln“. Abends sei die Schulter „blau“ geworden.

„Schon beim Weggehen an der Vogelstange war klar, wer wen einlädt“, berichtet der 52-Jährige. Seine Kollegen aus der Partei, die Landjugendclique und die Verwandten. „Das mit den Anrufen ging schnell“, berichtet Kemper, der den Beruf des Elektrikers gelernt hat und KAB-Rechtssekretär ist. Sein Vater und die Adjutanten hätten vom Gasthof Willing aus telefoniert.

Einen schwarzen Anzug hatte Benedikt Kemper nicht. Zwei Anzüge brachte sein Onkel aus Borken vorbei. „Der, den ich dann trug, war noch warm vom Aufbügeln“, berichtet der Silberkönig lachend, „weil die Ärmel etwas gekürzt werden mussten.“ So sei er schon schwitzend ins Taxi gestiegen. „Damals hatten wir noch die ganze Kette zu tragen“, ergänzt der 52-Jährige. „Es war heiß an dem Abend im Zelt, ich habe mehrfach das Oberhemd gewechselt“, erinnert er sich. Um fit zu bleiben, habe er nach dem Königsschuss kaum noch Alkohol getrunken. Die Freude bei den Nachbarn an der Bahnhofsstraße sei riesig gewesen. Denn dort habe es 25 Jahre lang keinen König gegeben.

Wollten Sie Königin werden? „Wir hatten das einmal in einer Bierlaune auf dem Ramsdorfer Schützenfest besprochen“, erinnert sich Karin Albersmann, die heute Derijck heißt. Aber so richtig bewusst sei es ihr damals beim Flachsen nicht gewesen. An der Vogelstange trug sie als Flötistin die Spielmannszugs-Uniform und wusste zunächst nicht, dass es ernst werde. Doch ihr Vater habe Benedikt Kemper wohl signalisiert, er könne ruhig weiter schießen.

Nach der Überraschung über ihre Wahl zur Königin gab es den Hinweis aus dem Vorstand, sie dürfe abends nicht zu früh nach Hause gehen. „Hol Dir ein Kleid und geh zum Friseur“, habe ihr Vater gesagt, die Eltern würden sich um den Rest kümmern. Die waren mit dem Prozedere vertraut. Ihr Vater war fünf Jahre vorher schon König, ihre Mutter in den 1970ern Ehrenkönigin gewesen.

Rasch ging es zum Modehaus Kipp. „Da standen sie schon, haben auf uns gewartet, und ich habe das Kleid ausgesucht“, berichtet die Silberkönigin, die mit 20 Jahren als sehr junge Königin galt. „Wir hatten ein tolles Fest, wir haben richtig schön gefeiert, und ich konnte es als Königin genießen“, resümiert die Silberkönigin. Traditionell gab es am Thron „kalte Ente“, eine Bowle aus Wein und Sekt. Ihr langes Königskleid ist heute noch im Einsatz. Die Erzieherin arbeitet in der DRK-Kindertagesstätte „Die Spielwiese“ in Borken. Dort gibt es eine Bekleidungskiste. „Das Kleid ist geändert worden und wird von den Kindern immer noch gerne beim Spiel getragen“, erzählt die 45-Jährige.

Das König-und-Königin-Sein würden sie immer noch einmal machen. „Es ist eine schöne Zeit“, sagt Karin Derijck. In Heiden könne jeder den Vogel abschießen, der Arbeit habe. Das sei finanziell machbar, so das Silberkönigspaar einhellig. Eine Schote kann der Silberkönig noch beisteuern. Er musste zehn Mark zahlen, weil er sich damals nicht beim Vorgesetzten, Hauptmann Reinhard Rowinski, zum Schießen abgemeldet hatte.

13. August 2011 | Quelle: Borkener Zeitung (Heiden)

 

 

Dull, duller, Dursty

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Schlümpfe richten die Stange für die nächste Attacke.

Von Hubert Konert

Heiden. Größe: 1,84 Meter; Augenfarbe: braun-blau; Spitzname: Dursty; Hobby: Fußball; Schuhgröße: 44; Das sind nur einige Steckbriefdaten des neuen Königs der Junggesellen. Aus diesem Holz ist der König geschnitzt. Der 22-Jährige Dursty hat mit einem Puma-Schuh den Vogel von der Stange im Vogelpark geholt. Zum Gaudi-Thron gehört die Königin Faivel (22). Ehrenkönig ist der 23 Jahre alte Mann, den die Junggesellen den „Dicken“ nennen. Als Ehrendame spielt der Bachelor (22) mit.

Mehrere 100 Zaungäste haben am Dullen Dienstag den Wettbewerb verfolgt. Petrus spielte mit. Zwischen den Volieren und dem Seniorenheim herrschte Partystimmung pur. Das Spektakel rund um den Kampf um die Königswürde hat am Tag nach der Vogelstange einen gesellschaftlichen Stellenwert in der Gemeinde an den Düwelsteenen.

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Der Heidener Gaudi-Thron 2010: König „Dursty“, Königin „Faivel“, Ehrenkönig „der Dicke“ und die Ehrendame „Bachelor“.

„Es sind in den vergangenen Jahren immer mehr Besucher geworden“, weiß Wolfgang Harke. Er sei mit dem Ereignis groß geworden, erzählt er, „immer als Zaungast“. Nebenstehende wussten zu berichten, dass es den ersten Dullen Dienstag bereits 1963 gegeben hat. Wer Zeit hat, kommt mit Sack und Pack in den Vogelpark, um ein paar kurzweilige Stunden zu genießen. Viele rücken mit dem Bollerwagen und der Picknickausstattung an, die Decke oder aufklappbare Stühle unter dem Arm,

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Der Gaudi-Thron, der sich zwei Mal auf einem Wagen durch den Ort kutschieren ließ, ließ sich ordentlich feiern. (Fotos: hhk)

Dieser Dienstag der Junggesellen hatte kurz nach dem Mittag an der Lindenstraße für die wichtigsten Akteure begonnen. Im Garten von Friedel trafen sich neben anderen die Hauptmänner Kai Kipp (26) und Sebastian Kruse (21) sowie Eric Thesing und Carsten Hüning.

Das Quartett hatte in diesem Jahr nicht nur die Vorbereitung für den Dullen Dienstag am Bein, sondern auch ein Stück gemeinsamer, bewegter Geschichte. Im Jahr 2009 bildeten die vier Heidener den Gaudithron. Als Schlümpfe hatte sich das Quartett verkleidet. Dazu trugen sie einheitliche T-Shirt-Beschriftungen zum Dullen Dienstag.

Für die Musik auf der Wiese sorgten Abordnungen der Musikkapelle und des Spielmannszugs, um das Werfen atmosphärisch zu befeuern. Der Vogel steckte auf einem Schaufelstiel. Um im Zeitrahmen zu bleiben, rückten die Werfer mit ihren Schuhen peu á peu näher an die Stange heran. Die Regie verzichtete natürlich nicht darauf, dass die Stange ausgegraben und der Stiel angesägt wurde. Diese Zeremonie begleiteten die Musiker unter gespielten Tränen mit einem Trauermarsch. Dann war es um 16.02 Uhr geschafft. Der Vogel gab den Geist beim Wurf von „Dursty“ auf, fiel unter lautem Gejohle von der Stange auf den Rasen. Es gab kein Halten mehr. Bier spritzte, und die Männer lagen sich in den Armen.

Nach einer ordentlichen Dusche und prächtig gestylt, drehte das Gaudi-Königspaar samt Gefolge von der Lindenstraße aus seine Runden durch die gute Stube des Dorfes, die wieder zum großen Biergarten wurde. Der Gaudi-Thron, der sich zwei Mal auf einem Wagen durch den Ort kutschieren ließ, ließ sich ordentlich feiern. „Over and out“, die Hymne der Heidener Junggesellen, schallte viele Stunden lang durch die Heidener Straßen.

10. August 2010 | Quelle: Borkener Zeitung (Heiden)

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